Der Teleskop-Test

Seestar S30 vs. S50: Welches Smart-Teleskop passt zu dir?

Schnelle Entscheidung

ZWO Seestar S30 Smart-Teleskop auf dem Tischstativ
Herstellerbild

Nimm das ZWO Seestar S30, wenn

du ein leichtes Reisegerät für große Nebel, Sternfelder und Landschaftsaufnahmen willst und weniger ausgeben möchtest.

ZWO Seestar S50 Smart-Teleskop auf dem mitgelieferten Stativ
Herstellerbild

Nimm das ZWO Seestar S50, wenn

du mehr Licht für kleinere Galaxien und Nebel willst und das höhere Gewicht kein Problem ist.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Technische Daten im Vergleich

MerkmalZWO Seestar S30ZWO Seestar S50
BauartSmart-TeleskopSmart-Teleskop
Öffnung30 mm50 mm
Brennweite150 mm250 mm
Öffnungsverhältnisf/5f/5
MontierungIntegriert, motorisiertIntegriert, motorisiert
Gewicht1,65 kg2,5 kg
Bildfeld2,46° (Tele), 23,2° (Weitwinkel)0,73° × 1,29°
Akku6000 mAh, etwa 6 Stunden6000 mAh, etwa 6 Stunden
Preisklasse250 bis 600 €600 bis 1.500 €
Größte StärkeSehr leicht, großes BildfeldDeep-Sky-Fotos ohne Vorwissen
Größte SchwächeNur 30 mm Öffnung, kleine Objekte bleiben kleinKein Okular, Planeten erscheinen sehr klein
Bei Amazon ansehen(öffnet Amazon in neuem Tab)Bei Amazon ansehen(öffnet Amazon in neuem Tab)

Der wichtigste Unterschied: Öffnung gegen Bildfeld

Beide Geräte arbeiten nach demselben Prinzip und mit derselben App. Das S50 hat 50 mm Öffnung und 250 mm Brennweite, das S30 30 mm und 150 mm. Die größere Öffnung sammelt fast dreimal so viel Licht, Bilder werden in gleicher Zeit rauschärmer, und kleine Objekte erscheinen größer. Das S30 zeigt dafür einen viel größeren Himmelsausschnitt: 2,46° gegenüber 0,73° × 1,29°.

Was das in der Praxis bedeutet

  • Große Nebel und Sternfelder (zum Beispiel Nordamerikanebel, Rosettennebel, Teile der Milchstraße): Das S30 bekommt sie eher komplett aufs Bild.
  • Kleinere Galaxien und Nebel (zum Beispiel M51, M81, Ringnebel): Das S50 zeigt mehr Details, weil das Objekt größer abgebildet wird und mehr Licht ankommt.
  • Mond: passt bei beiden komplett ins Bild, beim S50 größer und detailreicher.
  • Planeten: bei beiden sehr klein, beim S30 noch kleiner.

Gewicht und Transport

Das S30 wiegt laut ZWO 1,65 kg und kommt mit Tischstativ und Tasche, das S50 wiegt 2,5 kg mit Carbon-Stativ und Koffer. Für Flugreisen und Wanderungen ist das S30 deutlich angenehmer. Das Tischstativ braucht allerdings eine feste, ebene Unterlage.

Unter Stadthimmel

Das S50 hat einen eingebauten Dualband-Filter (H-alpha und OIII), der bei Emissionsnebeln viel Streulicht ausblendet. Unter hellem Stadthimmel ist das ein deutlicher Vorteil für das S50.

Unser Fazit

Wer nur ein Smart-Teleskop haben will und nicht ständig damit verreist, ist mit dem S50 besser bedient: mehr Licht, mehr Details, Dualband-Filter. Das S30 ist die richtige Wahl für Reisende und alle, die vor allem große Himmelsregionen und Landschaften fotografieren wollen. Prüfe vor dem Kauf auch die neueren Pro-Modelle.

Zu den Einzelseiten: Seestar S30 im Produktcheck und Seestar S50 im Produktcheck.

Häufige Fragen

Ist das Seestar S50 besser als das S30?
Für die meisten Deep-Sky-Objekte ja, weil 50 mm Öffnung fast dreimal so viel Licht sammeln wie 30 mm. Das S30 ist dafür leichter, hat ein größeres Bildfeld und eine zusätzliche Weitwinkelkamera.
Welches Seestar ist besser für Reisen?
Das S30: 1,65 kg statt 2,5 kg für das Hauptgerät, dazu ein Tischstativ und eine Tragetasche.
Gibt es Nachfolger?
Ja. ZWO bietet seit August 2026 das Seestar S50 Pro mit 4K-Sensor, Weitwinkelkamera und größerem Akku an. Zum S30 gibt es eine S30 Pro-Variante, deren Daten wir noch nicht geprüft haben.